Aprikosenmarmelade vegan, ohne Zucker und Gluten frei

Eines der der besten Dinge im Sommer ist die große Auswahl an heimischen Beeren und Früchten. Ich sage bewusst heimisch, denn globalisiert, wie unsere Welt mittlerweile ist, bekommt man selbst beim Discounter zu Weihnachten frische Erd- und Himbeeren. Das ist mir aber egal. Erstens ist es doch viel spannender, Obst und Gemüse dann zu essen, wenn sie Saison haben und sich den Rest des Jahres auf die nächsten frischen Kirschen und Stachelbeeren zu freuen. Und zweitens unterstütze ich nicht den Blöd- (oder Wahn-) sinn, Obst und Gemüse vom hintersten Zipfel des Erdenrunds einfliegen zu lassen, nur um auch im Winter das allmorgendliche Power Müesli optisch und geschmacklich mit frischen Heidelbeeren aufzupimpen.

Also nützt die paar Monate unseres mitteleuropäischen Sommers und schwelgt jetzt in der Riesenauswahl an Obst und Gemüse, die Wochenmarkt und der eigene Garten zurzeit zu bieten hat!

Mit eigener Marmelade im Winter vom Sommer träumen

Eine schöne Idee, von dem reichhaltigen Angebot an Obst etwas in die weniger sonnigen Monate zu retten, ist, diese mittels Jahrhunderte alte Konservierungstechniken das Obst haltbar zu machen. Ob das Einkochen mit Weckgläsern oder per Rumtopf (leider ist der in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten), es macht einfach unglaublich viel Laune, an einem kalten Februartag ein Glas selbst eingekochte Mirabellen aufzumachen und in den Erinnerungen des letzten Sommers zu schwelgen.

Marmeladekochen kann wirklich jeder

Da nicht jeder das nötige Equipment für das große Sommerobsteinmachen hat, möchte ich heute eine weitere Möglichkeit der Konservierung vorstellen, die wirklich jeder zu Hause nachmachen kann: dem Marmeladekochen. Das ist wirklich kinderleicht, das Haus duftet danach köstlich nach dem eingekochten Obst und – ich schwöre! – die eigene Marmelade schmeckt um Längen besser als der Zuckerglibber, den man gemeinhin im Supermarkt als Marmelade oder Konfitüre für 1,29 Euro hinterhergeworfen bekommt.

Außerdem kann man bei selbstgekochter Marmelade sicher sein, dass nicht zufällig doch ein tierisches Geliermittel in die Produktionscharge geraten ist. Und was ich persönlich besonders an meiner DIY Marmelade schätze, sie ist nicht bappsüß und vor allem fruchtiger, weil ich weniger Zucker bzw. Ahornsirup als Ersatzstoff nutze.

Ich zeige Euch heute, wie man zuckerfreie, vegane Aprikosenmarmelade kocht. Sie ist nicht nur ein leckerer Brotaufstrich, sie ist auch eine wichtige Zutat für eines meiner all time favorit Dalgerichte. Ihr könnt natürlich jedes andere Obst für Eure Marmelade nehmen. Ganz nach Gusto und Marktlage. Selbst bei den Verhältnissen der Zutaten könnt Ihr variieren, je nachdem, ob Eure Marmelade süßer, fruchtiger, fester mit und ohne Fruchtstückchen sein soll.

Experimentieren erlaubt!

Übrigens, das hier ist ein einfaches Grundrezept, deshalb ist experimentieren unbedingt erlaubt!  Wenn Ihr mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein solltet, eigenen sich die Marmelade immer noch bestens als kleines, selbstgemachte Weihnachtsgeschenk an Kollegen und die Schwiegermutter. In einem schönen Marmeladenglas präsentiert und mit Schönschrift versehenem Etikett wird auch eine „Thomas vegane Kirsch-Johannisbeere-Ingwer Marmelade“ einen gerührten Abnehmer finden. Viel Spaß beim Einkochen und Experimentieren. 🙂

 

Zutaten:

  • 1 kg Aprikosen
  • 40 g TL Agar-Agar
  • 250 g Ahornsirup (wer es süßer mag und je nach Obst etwas mehr)
  • 50 ml Wasser

 

Zubereitung:

  1. Aprikosen waschen, entsteinen und grob zerkleinern in einen großen Topf geben.
  2. Aprikosen mit einem Pürierstab je nach Gusto zu einem glatten Brei pürieren oder noch ein paar Fruchtstücke überlassen.
  3. Agar-Agar im Wasser auflösen, es dürfen keine Klümpchen mehr in der Masse sein.
  4. Ahornsirup und Agar-Agar-Wasser-Gemisch zu den pürierten Aprikosen in den Topf geben.
  5. Alles kurz aufkochen lassen.
  6. Hitze reduzieren und unter ständigen rühren bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten vorsichtig einköcheln lassen.
  7. Die noch heiße Marmelade in vorher heiß ausgespülte Einmachgläser abfüllen und sofort verschließen.
  8. Gläser auf den Kopf stellen und warten, bis die Marmelade komplett abgekühlt ist.
  9. Genießen!

 

Die Marmelade hält sich kühl und trocken gelagert mehrere Monate.

 

 

 

Thomas
Thomas

"Food for the body is not enough. There must be food for the soul."

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