Omas Zwetschgenkuchen auf vegane Art

Es gibt Dinge im Leben, für die wird man nie zu alt. Das ist mir erst vor kurzem wieder aufgefallen, als ich auf dem Wochenmarkt die ersten Zwetschgen des Jahres sah und ungeachtet der Kritik meiner Frau, dass ich für den Preis auch gleich in die Delikatessenabteilung beim Dallmayr einkaufen könnte, ein gutes Kilo davon mit nachhause nahm. Im Supermarkt nennt man jene Süßigkeiten, die an der Kasse auf Kindersitzhöhe platziert werden, Quengelware, weil Helge-Justus Junior und die kleine Cindy-Schanaija beim Warten an der Kasse noch genügend Zeit finden, das reichhaltige Angebot an Zuckerwerk zu bewundern und ihren Eltern sodann mittels nervigem Gequengel vom Kauf eines bunten Lollies oder Überraschungseies zu überzeugen. Für mich waren eben diese unerhört überteuerten Zwetschgen meine persönliche Quengelware.

Mit Zwetschgenkuchen den Sommer zelebrieren

Und ich wusste auch schon genau, wie ich meine ersten Zwetschgen des Jahres zelebrieren würde: mit Zwetschgenkuchen, wie ihn meine Oma machte! Einen Sommer ohne Kaffeetafel mit Bergen von Zwetschgenkuchen und Schlagsahne ist ein vertaner Sommer.

Das Rezept, das ich Euch hier vorstelle, ist etwas abgewandelt, da sich meine Oma nie hätte vorstellen können, einen essbaren Kuchen ohne „die gute Butter“ und Eier backen zu können. Aber ich garantiere, mein veganer Oma’s Zwetschgenkuchen mit Streuseln schmeckt auch ohne tierischen Inhaltstoffen wie damals.

Aprikosen und Co. statt Zwetschgen

Das Resultat meiner Backbemühungen könnt Ihr in unserem kleinen Video sehen. Ich hoffe, das Video animiert Euch zum Nachbacken. Ihr könnt mit dem Belag auch variieren, und statt Zwetschgen anderes Obst nehmen. Es gibt zurzeit ja eine Riesenauswahl. Weitere Streuselkuchen Klassiker: Aprikose, Johannisbeeren oder Apfel. Eurer Fantasie ist da keine Grenze gesetzt.

Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen. Schreibt mir in den Kommentar wie Euer Oma Kuchen geworden ist. Ich freue mich über Euer Feedback!

 

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 50 g vegane Margarine
  • ½ Päckchen Trockenhefe
  • 100 Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Hafermilch
  • 1 kg Zwetschgen

für die Streusel:

  • 150 g Mehl
  • 100 g vegane Margarine
  • 90 g Zucker
  • ½ Päckchen Vanillezucker

 

Backzeit:

45 Minuten bei 200°C Ober und Unterhitze

Oder 45 Minuten bei 180°C Umluft

 

Zubereitung:

  1. Mehl, Margarine, Zucker, Hafermilch, Trockenhefe und die Prise Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten Teig kneten. Die Puristen unter Euch können den Hefeteig natürlich gerne auch nur mit eigener Hände Muskelkraft kneten.
  2. Den Teig für min. 45 abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Das Volumen des Teigs sollte sich in etwa verdoppeln.
  3. Backform oder -blech mit etwas Margarine einfetten.
  4. Zwetschgen waschen, entsteinen und halbieren.
  5. Für die Streusel Mehl, Zucker, Margarine und Vanillezucker in eine Schüssel geben und locker per Hand verkneten.
  6. Nachdem der Hefeteig genügend gegangen ist mit den Händen noch einmal gut durchkneten und danach gleichmäßig in der eingefetteten Form verteilen.
  7. Den Kuchen mit den Zwetschgen belegen.
  8. Den Streuselteig großzügig mit beiden Händen über den Zwetschgen verbröseln.
  9. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180° C Umluft für 45 Minuten backen.

 

Tipp: Der Zwetschgenkuchen hält sich in einer Tupperdose verpackt im Kühlschrank mehrere Tage frisch.

Und ganz wichtig: vergesst nicht die Schlagsahne zu Eurem Stück Kuchen! Es gibt prima vegane Sprühsahne aus der Dose. Das macht den Genuss doppelt lecker! J

Thomas
Thomas

"Food for the body is not enough. There must be food for the soul."

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